Ende 2020 haben wir fantastische Neuigkeiten erfahren. Sowohl der Kjerag als auch der Preikestolen wurden als norwegische Naturwanderwege zertifiziert.
Zurzeit sind Kjerag, Preikestolen und Fosseråsa in Geiranger die einzigen drei Orte, die als norwegische Naturwanderungen zugelassen sind.
Es ist uns eine Freude, Kjerag und Preikestolen als norwegische Landschaftswanderungen zu genehmigen. Diese beiden Ziele sind Weltklasse und zeigen, dass die Natur an sich schon eine starke Attraktion ist. Sagt Ellen Hambro - Direktorin im norwegischen Umweltamt.
Bis zu 15 Wanderwege können als norwegische Naturwanderwege genehmigt werden. Kjerag in der Kommune Sandnes und Preikestolen in der Kommune Strand sind nun der zweite und dritte genehmigte Wanderweg. Der Fosseråsa in Geiranger ist der einzige weitere zertifizierte Wanderweg.
Mit dem langen und schmalen Lysefjord 600-900 Meter unter uns wird man in dieser schönen Landschaft plötzlich ganz klein. Es ist leicht, das große Interesse an diesen Gebieten zu verstehen, sagt Hambro.
Beliebte internationale Ziele.
Es gibt eine umfassende Reihe von Kriterien, die erfüllt werden müssen, um als norwegische Naturwanderwege zugelassen zu werden. Die Anträge zeigen, dass Lysefjorden Utvikling und Stiftelsen Preikestolen bei der Entwicklung von Preikestolen und Kjerag systematisch und qualitätsorientiert gearbeitet haben.
Der Preikestolen ist seit Jahrzehnten ein beliebtes internationales Ausflugsziel und hat jedes Jahr über 300 000 Besucher. Die Wanderung ist insgesamt etwa 8 km lang. Sie ist sowohl für erfahrene als auch für weniger erfahrene Wanderer geeignet. Die meisten Menschen sind in der Lage, die Wanderung zu bewältigen, vorausgesetzt, Sie haben die richtige Ausrüstung.
Die Wanderung nach Kjerag ist wesentlich anspruchsvoller. 11 km Hin- und Rückweg mit etwa 780 Höhenmetern. Es geht über steile Klippen und hinunter in üppige Moorgebiete, bevor man eine Höhe von etwa 900 masl erreicht. Das letzte Stück zum Kjeragbolten.

Wichtig bei der Zusammenarbeit
Die nationalen Touristenpfade werden gute Beispiele für einen nachhaltigen norwegischen Tourismus sein. Es gibt Wanderwege, die eine große Anziehungskraft, viele Besucher und einen hohen Anteil internationaler Gäste haben. Umfassende und langfristige Zusammenarbeit sind einige der Merkmale der Wanderwege, die als norwegische Naturwanderwege genehmigt wurden.
Der Einsatz von Besuchermanagement als Instrument wird dazu beitragen, dass die Wanderwege den hohen Besucherzahlen standhalten und die Besucher gute Erfahrungen machen können. Gleichzeitig müssen Natur und Kultur gepflegt und die breite lokale Wertschöpfung und Entwicklung der lokalen Gemeinschaft gefördert werden. Im Rahmen dieser Arbeit wurden Schwachstellenanalysen für natürliche und kulturelle Werte sowie Sicherheitsbewertungen für die beiden Wanderwege durchgeführt. Auf diese Weise können die richtigen Maßnahmen ergriffen werden, um zu verhindern, dass ein hohes Verkehrsaufkommen die Qualität des Weges beeinträchtigt und die Sicherheit aufrechterhalten und priorisiert wird.
Es ist erfreulich, dass immer mehr Menschen die Natur erkunden und wandern. Damit die nächsten Generationen die gleichen Möglichkeiten haben, müssen wir die Außenbereiche gut verwalten. Wir müssen dafür sorgen, dass die richtigen Maßnahmen getroffen werden. An einigen Stellen sind erhebliche Erleichterungen erforderlich, während an anderen Stellen einfache Bodenwellen ausreichen", sagt Hambro.
Innovation Norway ist Teil der Projektgruppe für Norwegian Scenic Hikes:
Norwegian Scenic Hikes ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir Naturattraktionen an Orten mit hohem Besucheraufkommen erhalten können. Durch gutes Besuchermanagement können sowohl Einheimische als auch Touristen die norwegischen Naturwanderwege genießen. Das ist wichtig für die Entwicklung des norwegischen Tourismus in der Zukunft", sagt Bente Bratland Holm, Direktorin für Tourismus bei Innovation Norway.
Zusätzlich zu der Genehmigungsregelung wurde 2017 eine Subventionsregelung für norwegische Landschaftswanderungen eingeführt. Seitdem wurden etwa 40 Millionen verteilt. Die Gelder wurden für den Bau von Notunterkünften, Rettungsausrüstung, Bergwacht, Brücken und die Erleichterung von Wanderungen sowie für die Erarbeitung von Besuchsstrategien verwendet. Genehmigte Wanderwege werden bei der Förderung vorrangig berücksichtigt.



